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Hier kommt die Braut!

Zwei von uns haben sich entschieden die gegenseitigen Beziehungen zu festigen und sind den Bund der Ehe eingegangen. Michal und Maria haben sich entschieden ihre Hochzeit in einer der schönsten Kirchen von Krakau zu Feiern, der Peter und Paul Kirche. Sie liegt die am Krakauer Königsweg der zur Wawel Burg führt. Maria sah traumhaft aus in ihrem Hochzeitskleid und Michal hat die ganze Zeit über wissend gegrinst. Warum wohl? ... Die Entscheidung der Freunde fiel schnell: wenn Pferdeliebhaber heiraten, dann dürfen Pferde nicht fehlen. Somit begann am frühen Samstag morgen der Startschuss für Operation „Wir müssen unbedingt pünktlich sein“ und „was machen wir bloß während der Feier mit den Pferden?“ Das Team bestehend aus zwei Mädchen, halfen Paulina die Pferde in Tomaszowice, wo übrigens drei der vier Pferde herkamen, an Ort und Stelle zu striegeln (sie haben dafür den Staubsauger benutzt!) und außerdem mussten Hufe und Mähnen heraus geputzt werden.

Zur selben Zeit genoss Jamajka dieselbe Behandlung durch Magda. Nachdem alle soweit fertig waren, hatten wir uns natürlich schon verspätet. Antek – der Besitzer der Stallung in Tomaszowice, hat daraufhin den Pferden eindringlich erklärt es sei höchste Zeit und sie mögen doch bitte den Anhänger für die Fahrt nach Krakau ohne Verzögerung betreten, woraufhin wir uns endlich in Bewegung setzen konnte mit dem Ziel Krakau Stadtmitte. Auch hier war es wiederum unvermeidlich nach einem halben Kilometer zu wenden um die Papiere der Pferde zu holen die wir liegen gelassen hatten.

Viel zu spät erreichten wir die Stadtmitte von Krakau und entluden die Pferde am Maltanski Hotel (an dieser Stelle schon mal ein großes Danke an den Besitzer der uns erlaubt hat unsere Tiere auf dem dortigen Rasen zu stellen das war mit Sicherheit die luxuriöseste Weide auf der sie je waren). Wir haben sie dort unter der tapferen Aufsicht von Mietek und Oksana gelassen, für den Fall das sie sich das entschließen sollten an der Stadtführung teilzunehmen.

Getarnt mussten wir jetzt in die Kirche schleichen um noch den Treueschwur zu verfolgen und uns dann wieder hinausschleichen um die Pferde zu satteln. Sie sahen so schön aus mit den geflochtenen Bändern in ihren Mähnen und den weiß umhüllten Vorderläufen.

Aber der schwierigste Teil lag noch vor uns. Wir mussten zur Grodzka Straße gelangen und dabei durch die Poselska Straße gelangen. Auf der Poselska fand jedoch ein Volksfest statt und daher war sie voller Menschen. Chata, Lasa, Lotr und Jamajka waren unglaublich tapfer und vermutlich halb zu Tode erschrocken von den vielen Geräuschen. Trotzdem schafften wir es überraschend glatt bis zur Kirsche, vor der wir Aufstellung nahmen jedoch nicht ohne das Interesse von duzenden von Schaulustigen zu erwecken. Michal und Maria konnten uns nicht ohne weiteres sehen da sie, von Gästen umzingelt, Glückwünsche ausgesprochen und Blumen gereicht bekamen. Wir hätten uns keinen besseren Moment vorstellen können, mal abgesehen davon das Jamajka den Bürgersteig verunreinigte. Als die geladenen Gäste das frisch vermählte Paar endlich aus der Kirche hinaus ließ, hatte sich draußen schon eine beträchtliche Menschenmenge angesammelt die allesamt interessiert schauten was denn da vor sich ging.

Alle Mühe die Überraschung zu organisieren war es auf jeden Fall wert als wir die Gesichter von Michal und Maria sahen. Das war die Belohnung die alle unseren Erwartungen überstieg. Sie waren wirklich überrascht. Und man sah ihnen an das sie überglücklich waren, was uns auch freute. Die Menge applaudierte aber das haben sie wahrscheinlich nicht mehr mitbekommen.

Als die beiden dann wieder Luft bekamen, stiegen sie in die Kutsche und eskortiert von vier Reitern ging es auf dem Hauptmarktplatz zu einer Stadtrundfahrt. Ich bin überzeugt das man dieses Foto Motiv noch heute in so manchen Teil der Welt wiederfinden wird...

Wir sind dann der Kutsche bis zum schwimmenden Restaurant gefolgt wo die Feier stattfinden sollte und sind dann zurück zum Maltanski Hotel um die Pferde nach Hause zu bringen. Zusammen mit Antoni waren war dann gegen 22 Uhr abends endlich auf der Feier um mit unseren Freuden und den frisch vermählten auf die geglückte Überraschung anzustoßen.

Wir bedanken vielmals uns bei Antoni Zielinski der uns mit den Pferden half und natürlich dem Besitzer des Maltanski Hotels für die freundliche Unterstützung ebenso wie Andzelika, Oksana und Mietek die uns in der Stadtmitte halfen.

Wir bedanken uns bei Magda die so freundlich war und das vierte Pferd organisieren und präparieren half, die große Paulina die einverstanden war uns zu begleiten und Lasa ritt, aber auch unserem lieben Freund Adam gilt unser Dank da er es war der in der Kirche die Ansprache hielt, eine Predigt mit Pferdehintergrund, und der das Paar davon abhalten sollte in die Kutsche zu steigen falls wir uns mit unseren Pferden verspätet hätten.

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